NEWS & STORIES

Jeff Mills über KI in der Musik: „Keine Angst” und „viele Vorteile”

Techno-Ikone Jeff Mills blickt vergleichsweise offen auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Laut einem Bericht von Time To House, der sich auf ein Interview mit The Fader bezieht, sieht der Detroiter Techno-Pionier in KI vor allem ein Werkzeug, um Wissen, Recherche und kreative Konzepte zugänglicher zu machen. Angst vor der Technologie habe er demnach nicht. [...]

Techno-Ikone Jeff Mills blickt vergleichsweise offen auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Laut einem Bericht von Time To House, der sich auf ein Interview mit The Fader bezieht, sieht der Detroiter Techno-Pionier in KI vor allem ein Werkzeug, um Wissen, Recherche und kreative Konzepte zugänglicher zu machen. Angst vor der Technologie habe er demnach nicht. 

Mills sieht den Nutzen von KI vor allem dort, wo sie Denk- und Erfahrungsräume erweitern kann. Laut dem Bericht könne die Technologie dabei helfen, komplexe Zusammenhänge zugänglicher zu machen – also Dinge zu verstehen, die bisher zu groß, zu tief oder zu vielschichtig waren. Dadurch könnten Bildung, Unterhaltung und kreative Recherche stärker ineinandergreifen. Für Mills passt das zu einem offenen Kreativitätsverständnis: Künstlerische Arbeit müsse nicht zwingend an formale Ausbildung gebunden sein, sondern könne auch durch Neugier, Werkzeuge und neue Zugänge entstehen.

Mills unterscheide allerdings klar zwischen konzeptioneller Arbeit und Musikproduktion. KI nutze er laut Bericht für Recherche, Ideenentwicklung und die Planung von Projekten, nicht jedoch für das eigentliche Produzieren oder Bearbeiten von Musik. Bereits im März hatte er erklärt, im Studio bislang ohne KI und ohne Computer zu arbeiten, sich einen Einsatz bei komplexen Konzeptalben aber grundsätzlich vorstellen zu können.

„Ich habe keine Furcht vor der Technologie. Sie birgt große Vorteile”, wird Mills zitiert.

Somit positioniert sich Mills differenzierter als viele andere Künstler in der aktuellen KI-Debatte. Während etwa Chris Liebing KI als Werkzeug für einzelne Aufgaben für denkbar hält, die reine Musikproduktion per Prompt aber kritisch sieht, lehnt Thomas Bangalter eine kreative Nutzung von KI eher ab. Mills dagegen betrachtet die Technologie weniger als Bedrohung, sondern als mögliche Erweiterung künstlerischer und edukativer Prozesse.

Auch interessant:

Massenmigration: In Jeff Mills‘ neuem Album verlassen wir die Erde

Der Beitrag Jeff Mills über KI in der Musik: „Keine Angst” und „viele Vorteile” ist auf FAZEmag erschienen.

320 FM / EDITORIAL

WEITERE NEWS

Weitere aktuelle Beiträge aus der elektronischen Musikwelt.

ALLE NEWS
Electronic Groove
Original auf Englisch

Carl Cox launches signature sunglasses with I Wear Legend

The collaboration incorporates a frequency-wave detail into the frames. Photo credit: Carl Cox – Official Carl Cox has introduced his first signature sunglasses in collaboration with eyewear brand I Wear Legend, bringing one of his most recognizable personal accessories into a new product partnership. The announcement was shared through the DJ’s official social media account,…

ARTIKEL LESEN
320.FM
Electronic Groove
Original auf Englisch

‘Electric Hills’ documentary explores Italy’s electronic music roots

The film traces the Marche region’s synthesizer legacy and is seeking funding to complete post-production. Photo credit: Electric Hills – Official The Museo del Synth Marchigiano and The Blink Fish have launched a crowdfunding campaign to complete ‘Electric Hills’, a documentary examining the history of electronic instrument manufacturing in Italy’s Marche region and its influence…

ARTIKEL LESEN