
Diamanté Blackmon, besser bekannt als Gordo, machte zunächst als DJ Carnage mit Trap und Festival-Sets auf sich aufmerksam. 2022 wechselte er zum Namen Gordo und wandte sich stärker House und Techno zu.Seitdem gehört der 35-Jährige zum namenhaften Bestandteil sämtlicher großer Shows und Line-Ups weltweit. Als Produzent arbeitete er unter anderem an Drake-Alben wie „Honestly“, „Nevermind“ und „For All the Dogs“ mit; 2024 veröffentlichte er sein Album „DIAMANTE“. Anzunehmen, dass er mit seiner Arbeit gutes Geld verdiene, ist also nicht völlig weit hergeholt. Nun tauchte allerdings ein Video auf, in welchem er mit eigenen Aussagen gegen diese Vermutung steuert – zumindest bezogen auf den Job als DJ.
„Wir reden hier von achtstelligen Beträgen.“
„2016, 2017 habe ich eine Menge Geld verdient. Ich weiß nicht, wo zur Hölle dieses Geld geblieben ist“, so der US-Amerikaner, der zuletzt auch für den Track „Loco Loco“ mit Reiner Zonneveld zusammenarbeitete. „Und wir reden hier von achtstelligen Beträgen.“ „Das Geld kommt und geht. Ich versuche, dem auf den Grund zu gehen. Gerade als DJ kann man für einen Auftritt 300.000 Dollar bekommen. Aber nach Steuern, Ausgaben, Management, Flügen und nachdem man sein gesamtes Team bezahlt hat, bleibt nicht mehr so viel übrig.“
Gruppen haben es noch schwieriger
Noch schlimmer sei es, wenn Artists oder DJs Teil einer Gruppe seien: „Wenn eine Gruppe aus drei Personen besteht, verdienen sie nicht mehr so viel, weil sie das Geld untereinander aufteilen müssen – und dazu kommen noch all die Ausgaben.“ „Dabei spielt es keine Rolle, ob eine Gruppe aus sieben Personen oder ob eine Person ein ganzes Team bezahlen muss“, so Gordo, der mit seinen Aussagen nicht nur auf Gegenliebe stößt. Dune kommentierte den Beitrag zynisch mit einem weinenden Cristiano Ronaldo im Anzug.
Kritiker in den Kommentarspalten halten sein Statement für Realitätsverdrehung. „Flüge, Unterkunft UND Booking-Gebühren werden vom Veranstalter bezahlt. Es ist Aufgabe der Agenturen, das durchzusetzen. Erzählt niemandem, dass das anders wäre“, schreibt ein User.
Kritik und Häme für Gordos Statement
Die DJ-Gage sei die Gage ausschließlich für den Künstler selbst. Bei manchen DJs läge sie pro Gig bzw. Show im sechsstelligen Bereich. Es gäbe keinen Grund, diese Realität anders darzustellen. „Wenn du mindestens zwei oder drei Shows pro Woche spielst, geht es dir besser als 97 % der Menschen auf der Welt“, ärgert sich ein weiterer Kritiker. Ein weiterer schlägt in eine ähnliche Kerbe. „Das ist mehr, als ein Neurochirurg verdient.“ „Selbst im ungünstigsten Fall, wenn du netto 100.000 Dollar pro Show mit nach Hause nimmst und eine Show pro Woche spielst, sind das 400.000 Dollar im Jahr. Oder sagen wir, du spielst eine Show pro Monat – dann sind das 1,2 Millionen Dollar im Jahr.“
Hohe DJ-Gagen und Honorare sind in der elektronischen Musikszene praktisch schon immer ein kontroverses Thema gewesen. In Zeiten der Inflation, des Clubsterbens und Social Media flammen diese Diskussionen immer wieder neu auf. Zu Beginn des Jahres hat sich unsere Redaktion mit diesem Thema beschäftigt (siehe weiter unten). Zuletzt warnte der GOTEC Club vor hohen Gagen, während ein Techno-Insider Indira Paganotto öffentlich für ihre Gagen kritisierte.
Quelle: We Rave You
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Der Beitrag „[…] bleibt nicht mehr so viel übrig“: Gordo irritiert mit Aussage über 3000.000-Dollar-Gage ist auf FAZEmag erschienen.