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Nachzahlungen von Coronahilfen: Techno-Club Graf Karl kämpft ums Überleben

Der Kasseler Techno-Club Graf Karl bittet um Unterstützung. Das Land Hessen fordert 46.388 Euro Corona-Überbrückungshilfe aus dem Jahr 2021 zurück. Die Betreiber Willy Bautzmann und Tim Marth sehen den Fortbestand des Clubs gefährdet, berichtet die HNA. Die Betreiber argumentieren, der Club sei während der Corona-Beschränkungen aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen gewesen. Tanzen sei monatelang verboten gewesen;…

Der Kasseler Techno-Club Graf Karl bittet um Unterstützung. Das Land Hessen fordert 46.388 Euro Corona-Überbrückungshilfe aus dem Jahr 2021 zurück. Die Betreiber Willy Bautzmann und Tim Marth sehen den Fortbestand des Clubs gefährdet, berichtet die HNA.

Die Betreiber argumentieren, der Club sei während der Corona-Beschränkungen aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen gewesen. Tanzen sei monatelang verboten gewesen; danach hätten zunächst nur begrenzte Besucherzahlen gegolten. Die Überbrückungshilfe habe damals laufende Kosten gedeckt und den Club coronasicher gemacht.

Bautzmann und Marth haben angeboten, 31.332 Euro sofort zurückzuzahlen. Sie beantragten, den Anteil für Juli und August – die Monate mit Tanzverbot – zu erlassen. Ob das Land Hessen dem zustimmt, ist noch offen. Ohne Unterstützung müssten sie Geld auftreiben, den Betrieb schließen oder Insolvenz anmelden.

Klage zurückgezogen

Gegen die Rückforderung hatten die Betreiber vor dem Verwaltungsgericht geklagt. Sie zogen die Klage jedoch zurück, weil sie wenig Aussicht auf Erfolg sahen und ein längeres Verfahren weitere Kosten verursacht hätte. Das hessische Wirtschaftsministerium äußerte sich nicht zum konkreten Fall.

Eine Sprecherin verwies allgemein darauf, dass Überbrückungshilfen freiwillige Zahlungen seien; Ratenzahlungen könnten regulär über bis zu 24 Monate vereinbart werden, in Einzelfällen auch über 36 Monate.

Spendenziel liegt bei 35.000 Euro

Für die Rückzahlung sammelt der Club aus Kassel über seine Website Geld. Das Spendenziel beträgt 35.000 Euro – mehr als die angebotenen 31.332 Euro, weil Gebühren, Umsatzsteuer sowie Kosten für Shirts, Druck und Versand anfallen.

Was nach der Rückzahlung übrig bleibt, soll in den Erhalt des Clubs fließen. Bislang sind nach Angaben des Graf Karl mehr als 5.200 Euro zusammengekommen. Wer für Graf Karl spenden möchte, kann dies HIER tun.

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