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Kampf gegen KI: Schmeißt DistroKid auch echte Artists aus den Katalogen?

Medien berichten von mehreren Fällen, in denen über DistroKid vertriebene Musik ohne Vorwarnung von Streamingdiensten verschwunden sei. Betroffen seien offenbar auch Musiker ohne KI-Veröffentlichungen. DistroKid-Managerin Amanda Ferri sprach von „einer sehr geringen Anzahl“ von Aufnahmen, die aufgrund von Ansprüchen der Universal Music Group entfernt worden seien. Mitte September verklagte Universal Music Group den V…

Medien berichten von mehreren Fällen, in denen über DistroKid vertriebene Musik ohne Vorwarnung von Streamingdiensten verschwunden sei.

Betroffen seien offenbar auch Musiker ohne KI-Veröffentlichungen. DistroKid-Managerin Amanda Ferri sprach von „einer sehr geringen Anzahl“ von Aufnahmen, die aufgrund von Ansprüchen der Universal Music Group entfernt worden seien.

Mitte September verklagte Universal Music Group den Vertrieb wegen Urheberrechtsverletzungen. Der Vorwurf: DistroKid habe KI-generierte Musik und nicht lizenzierte Remixe auf Plattformen veröffentlicht.

Die Klageschrift nennt einen Account mit 4.562 Tracks in zwölf Monaten. DistroKid weist die Vorwürfe zurück. Rapper Yungmon sagt, sein Song „Rauch“ mit mehr als fünf Millionen Streams und eine EP seien offline genommen worden.

„Rauch“ sei nur deshalb wieder verfügbar, weil er zusätzlich über einen anderen Vertrieb veröffentlicht worden sei. Der britische Produzent Low meldet ein verschwundenes Album, der Nerdcore-Musiker McGwire sechs gelöschte Songs. Für ein Cover habe er eine Lizenz bezahlt.

Betroffene können die Löschung mit einem sogenannten DMCA-Counter-Notice anfechten. Danach gilt eine Wartefrist von zehn Werktagen, bevor Musik zurückkehren darf; Streamingdienste können sich weiterhin weigern.

DistroKid kommentiert das laufende Verfahren nicht. Der Support für Künstler bleibe Priorität, dazu gehöre, „Urheberrechte ernst zu nehmen“ und die Prüfprozesse weiterzuentwickeln. Das Thema KI beschäftigt die Musikszene weiterhin wie kein Zweites.

YouTube Music kündigte nun am 14. Oktober Kennzeichnungen für Tracks an, die maßgeblich mit generativer KI erstellt wurden. Sie sollen auf der jeweiligen Trackseite erscheinen und auch in der regulären YouTube-App eingeführt werden.

Resident Advisor zufolge will YouTube dafür eigene Erkennungstools nutzen und mit Partnern aus der Musikbranche zusammenarbeiten. Deezer plant unterdessen sogar eine Option, mit der Nutzer vollständig KI-generierte Musik vor Ende 2026 ausblenden können.

Aktiviert, sollen solche Tracks, Alben und Künstler nicht mehr in den Suchergebnissen erscheinen. Im Juni machten KI-Tracks laut Deezer im Monatsdurchschnitt mehr als die Hälfte der täglichen Uploads aus, aber nur ein bis drei Prozent des gesamten Streamingvolumens.

Quellen: Loop Rituals, Resident Advisor, MusikWoche

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Der Beitrag Kampf gegen KI: Schmeißt DistroKid auch echte Artists aus den Katalogen? ist auf FAZEmag erschienen.

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